Inulin und Topinambur

Bestimmte Pflanzen, wie Topinambur oder Pastinaken lagern in ihren Knollen und Wurzeln Inulin ein. Es besteht aus komplexen Fructoseverbindungen und ist ein Kohlehydrat, in dem die Pflanzen Energie speichern.

Isst du beispielsweise Topinambur, wandert das Inulin praktisch unverdaut durch den Magen und Dünndarm. Der menschliche Stoffwechsel besitzt kein Verdauungsenzym, um die pflanzliche Energie im Inulin zu verarbeiten. Erst im Dickdarm können Darmbakterien die Fructose im Inulin verwerten.

Inulin:

  • fördert die gesunde Darmflora. Gesunde Darmbakterien verarbeiten bevorzugt Fructosemoleküle als Energiequelle. Die guten Bifidus-Bakterien breiten sich aus und verdrängen dadurch krankmachende Keime im Darm.
  • Inulin aktiviert die Verdauung und löst Verstopfungen. Das Inulin bindet Flüssigkeiten und quillt dabei auf. Das fördert den Stuhlgang und sorgt so für eine regelmäßige Ausscheidung.

 

Die Apotheken Umschau nennt weitere Wirkungen von Inulin, die besonders für Diabetiker von Vorteil sind:

  • Der Körper kann die pflanzliche Energie im Inulin nicht nutzen und somit fallen kaum Kalorien an.
  • Das gequollene Inulin bewirkt, dass du dich länger satt fühlst.
  • Der Blutzucker bleibt konstanter, da der Stoffwechsel andere Nährstoffe langsamer aufnimmt.

 

Studien legen nahe, dass durch den Ballaststoff Inulin der Körper leichter Calcium für die Knochen aufnehmen kann. Forscher untersuchen, ob Inulin bei der Behandlung von Osteoporose eine Rolle spielen könnte.

Die Knolle der Topinambur selbst kann roh und gekocht verzehrt werden, auch die Schale ist grundsätzlich essbar. Sein leicht nussiger Geschmack kommt vor allem in gekochtem oder geröstetem Zustand zur Geltung und wird durch eine Kombination mit Kren, Senf oder Muskat noch verstärkt.             

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