Zertifikat Naturland

Naturland

Der gemeinnützige Naturland-Verband wurde 1982 in Gräfelfing bei München gegründet und bildet heute eine der bedeutendsten Förderorganisationen des ökologischen Landbaus mit über 53.000 Mitgliedern. Naturland vereint zahlreiche deutsche Betriebe, aber auch viele Betriebe aus Afrika, Indien sowie Mittel- und Südamerika unter einem Dach. Ob es sich um einen peruanischen Kaffeebauern oder um einen Milchviehbauern im Allgäu handelt - die Einhaltung der besonders strengen Naturland-Richtlinien wird weltweit durch unabhängige, staatlich anerkannte Kontrollstellen überprüft und durch unangemeldete Kontrollbesuche sichergestellt.

In einer Art "Öko-Parlament", in das alle Mitgliedsbauern stimmberechtigte Repräsentanten entsenden, entwickelt Naturland natürliche Anbaumethoden nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen.

Neben typischen landwirtschaftlichen Bio-Erzeugnissen blickt Naturland weit über den Tellerrand hinaus und erbringt in vielen Bereichen Pionierleistungen: Naturland-Betriebe produzieren erlesene Fische und Meeresfrüchte aus tiefblauen Gewässern, erzeugen Hölzer nach ökologischen Waldnutzungs-Richtlinien zum Schutze der Urwälder und nähen stilvolle Öko-Textilien.

Daneben liegt Naturland vor allem auch die Einhaltung weitreichender Sozialstandards am Herzen. Der Verband definiert seit 2009 für alle Naturland-Mitglieder geltende Fair-Richtlinien, die eine langfristige und respektvolle Zusammenarbeit mit allen Handelspartnern sicherstellen. Darin geregelt werden eine gerechte Entlohnung, umfassende Menschenrechte, vertrauensvolle Kooperationen der Handelspartner und umfangreiche Investitionen in Arbeitsplätze, Sozial-, Kultur-, Umwelt-, Gesundheits- und Bildungsprojekte.

Ebenso wie andere Öko-Anbauverbände definiert auch Naturland zahlreiche Regelungen, die deutlich über die Vorschriften der EG-Bio-Verordnung hinausgehen:

  • Umstellung des gesamten Betriebs auf ökologische Wirtschaftsweise
  • natürliche Bodenverbesserung durch vorgeschriebenen Anbau von Leguminosen
  • Düngemittel aus Blut-, Fleisch- und Knochenmehlen sind verboten
  • Futtermittel müssen zu mindestens 50 Prozent vom eigenen Hof stammen
  • ausschließlicher Einsatz von biologisch erzeugtem Substrat für den Pilzanbau

 

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